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„An den Schnittstellen zwischen den verschiedenen Welten entsteht Neues, entsteht Veränderung. Das ist es, was mich an Kunst interessiert: inwiefern sie Veränderungen auslösen kann, die über den eigenen Wahrnehmungsbereich hinausgehen."
Christiane zu Salm
Ein wesentlicher Aspekt der About Change, Collection Stiftung ist die Collage, die Assemblage, die Zusammenführung unterschiedlicher Materialien, Medien, Kontexte und Inhalte, sowie die Geschichte dieser künstlerischen Arbeitsweise im Allgemeinen. Die Collage ist also nicht nur als eine Referenz auf eine Technik der Bildenden Kunst zu verstehen, sondern meint hier im Sinne von Max Ernst das zufällige oder künstlich provozierte Zusammentreffen von zwei oder mehr wesensfremden Realitäten, wie sie es auch in der Literatur, im Film oder im Theater gibt. Darüber hinaus sind im Bereich der Musik spätestens seit den 80er Jahren der DJ-Mix, das Sampling und VJing, wie sie gerade durch MTV zur neuen Medienrealität wurden, Beispiele, in denen die Collage alltägliches kreatives Arbeitsprinzip ist.

Die erste Projektphase der About Change, Collection Stiftung wird sowohl einen Einblick in die Offenheit des Sammlungsinteresses geben, als auch Katalysator für eine Reihe von weiterführenden, spezifischen Veranstaltungen sein, die, von einzelnen Kunstwerken und KünstlerInnen ausgehend, das Verhältnis zwischen den Künsten und anderen gesellschaftlichen Bereichen thematisieren.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um systematische Übersichten, historische Kanonisierungen oder Behauptungen von Vollständigkeit, sondern um die Summe von spezifischen Ein- und Ausblicken auf Bedingungen, die Veränderungen auslösen.
Neben der Präsentation von ausgewählten Arbeiten, die im stetigen Wandel immer wieder neue, andere Ausschnitte der About Change, Collection Stiftung vorstellen wird, ist der wesentliche Aspekt der Nutzung der Räume am Kupfergraben 10 die Veranstaltung einer Reihe von Gesprächen, die, frei nach William S. Burroughs, Interzone heißt.

Bei Burroughs ist die Interzone ein alle Konventionen, Vorstellungen, Wahrnehmungen und Gewohnheiten entgrenzendes Cut Up-Wunderland. Im Zusammenhang mit der About Change, Collection Stiftung heißt Interzone, dass ein Künstler, eine Künstlerin der aktuellen Präsentation auf eine Person ihrer Wahl, die nicht aus dem Bereich der Kultur kommt, trifft und ein moderiertes Gespräch führt. Auch im Falle dieser Gesprächscollage treffen also wesensfremde Realitäten aufeinander und die Hoffnung, die Chance aber auch das volle Risiko werden darin liegen, ob es denn zu dem „Funken Poesie kommt, welcher bei der Annäherung dieser Realitäten überspringt“ (Max Ernst). Die Gespräche werden aufgezeichnet und als download auf der webpage von About Change, Collection Stiftung veröffentlicht.

„An den Schnittstellen zwischen den verschiedenen Welten entsteht Neues, entsteht Veränderung. Das ist es, was mich an Kunst interessiert: inwiefern sie Veränderungen auslösen kann, die über den eigenen Wahrnehmungsbereich hinausgehen. Die Collage ist eine solche fruchtbare Schnittstelle und beschäftigt mich seit Jahren. In der Arbeit von Kurt Schwitters ebenso wie in der von Ceal Floyer. Kunst und Collage, MTV und VJing, About Change und Start Ups in den Neuen Medien - was mich fasziniert, ist der Perspektivwechsel und die Chance, neue Zusammenhänge herzustellen. Die About Change, Collection Stiftung soll der Ort sein, an dem dieser Perspektivwechsel geschieht, immer wieder, ganz selbstverständlich und zwar sowohl im Rahmen der Ausstellungen als auch im Rahmen der Gesprächsreihe Interzone. “ (Christiane zu Salm)

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